Pozdní romantika a katolická tübingenská škola II

Variant title
Die Spätromantik und die katholische Tübingener Schule
Late romanticism and the catholic school of Tübingen II
Source document: Religio. 2002, vol. 10, iss. 2, pp. [147]-170
Extent
[147]-170
  • ISSN
    1210-3640 (print)
    2336-4475 (online)
Type: Article
Language
Czech
License: Not specified license
Abstract(s)
In dem Aufsatz wird die sog. Spätromantik (1820-1850) und ihre spezifische Verfahrensweisen in der Religionsphilosophie, Religionsgeschichte und Mythologie analysiert. Diese methodische Ansätze werden in die Verbindung mit der sog. katholischen Tübingener Schule gebracht, die die ersten Schritte zu der Offenheit der süddeutschen Theologie der Moderne gegenüber gemacht hat. Es werden vier Fragen untersucht und diskutiert: (a) die gegenseitigen Beziehungen zwischen der (Spät-)romantik und der Tübingener Schule; (b) das Ausmaß der Beeinflussung des suddeutschen Katholizismus durch die romantische Weltanschauung; (c) die Einwirkungen der ästhetisierenden Modernität in der Tübingener Schule und in ihrer Auffassung der Religionsgeschichte; (d) die Idee, daß die romantische Wertung der geschichllichen Religionen, das Bewußtsein des religiösen Wettbewerbs, die Entwicklung einer neuen Philosophie der Geschichte und der Tübingener Versuch um den Bruch mit der bisherigen Tradition der religiösen Selbstdarstellung gemeinsam die neue Lage herausbilden könnten, die zu einem neuen Typus des Denkens iiber Religion(-en) führen könnte. Die These des Aufsatzes lautet also: In der Zeit der intensiven Beeinflussung der Tübingener Schule durch das Denken der Spätromantik hatten sich die Voraussetzungen für die erst später entstandenen religionswissenschaftlichen Methoden der Religionsforschung herausgebildet.
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