Sborník "Božské učení", čili, "Institutiones", zvaný též "Medulla animae" : svědectví transformace německé středověké mystiky z počátku protireformace

Variant title
Sammelband "Goetliche leren", oder, "Institutiones Taulerianae", auch "Medulla animae" genannt : Zeugnis der Transformation der mittelalterlichen deutschen Mystik aus der Anfangszeit der Reformation
The volume "Divine teaching", or, "Institutiones", also called "Medulla animae" : a testimony of transformation of German medieval mysticism in the beginning of Anti-Reformation
Source document: Religio. 2005, vol. 13, iss. 1, pp. [145]-[156]
Extent
[145]-[156]
  • ISSN
    1210-3640 (print)
    2336-4475 (online)
Type: Article
Language
Czech
License: Not specified license
Abstract(s)
Unter diesem deutschen und später lateinischen Namen wurde ein pseudo-taulersches Werk überliefert, das in allen großen Tauler-Ausgaben bis in das 19. Jhdt. abgedruckt wurde und galt sogar als die Essenz der Lehre Taulers. Unter dem Pseudonym Petrus Noviomagus wurde es von Petr Canisius, dem Mitarbeiter des Ignaz von Loyola für Deutschland, zusammengestellt und in die berühmte Tauler-Ausgabe aus dem Jahre 1543 eingeteilt. Canisius wollte mit dieser Ausgabe das beste der katholischen mystischen Tradition gegen die sich ausbreitende Reformation anbieten und damit auch Tauler, um den im 16. Jhdt. ein konfessioneller Streit entbrannte, für den Katholicismus bewahren. Die "Institutiones", obwohl sie nicht viele echte Texte Taulers beinhalten, wurden sehr verbreitet und ihre Wirkung war wohl größer als der echten Predigten selber. Dieses Werk wurde auch selbständig herausgegeben, zum ersten Mal in Frankfurt im Jahre 1644 unter dem Titel "Medulla animae", der ihm öfters bis auf das 19. Jhdt. blieb. Man findet hier Werke von Eckhart, Ruysbroeck, Suso, Groote und anderen; bereits Canisius in seiner Vorrede sagt, daß es sich um eine Anthologie handelt; er selber kann Autor einiger Texte gewesen sein. -- Unsere Übersetzung betrifft die 12. Kapitel "Von der höchsten Gelassenheit und Vergangenheit in Gott, wodurch der Geist ganz in Gott versinkt und vereinigt sich mit ihm in wahrer Armut und Vernichtigung seiner selbst", bei der die Autorschaft bisher unbestimmt bleibt.
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